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Welche Hausfrauentipps helfen wirklich bei der Maskenreinigung?

Russell Hobbs MikrowellenDer Bedarf an Schutzmasken war nie höher als zu Zeiten der Corona-Pandemie. Der zumeist im medizinischen Bereich verwendete Einwegschutz wird inzwischen nicht mehr nur vom Krankenhauspersonal getragen, sondern ist eine Maßnahme, mit der sich jeder Otto-Normal-Bürger ausstatten muss. Denn seit dem 29. April 2020 gibt es in Deutschland eine Maskenpflicht. Bedingt durch die Lieferengpässe auf der ganzen Welt mangelt es jedoch an Exemplaren für den einmaligen Gebrauch. Die Menschen nähen sich ihren Schutz selbst, aus Baumwolle, Molton und anderen Stoffen, die eng gewebt sind und so einen besseren Schutz gewährleisten sollen. Doch um ebendiesen zu leisten, ist eine regelmäßige Pflege wichtig. Wie sterilisiert man die Masken am besten, oder bereitet sie so auf, dass man sie ohne Probleme wieder tragen kann? Wir geben hierauf eine Antwort.

Frage vorweg – Kann man einen Mund-Nasen-Schutz mehrfach tragen?

Welche Hausfrauentipps helfen wirklich bei der Maskenreinigung?Die klare Antwort lautet hierbei: Ja! Sofern er nach dem Tragen richtig behandelt wird. Hierbei bestehen mehrere Optionen:

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  • Sterilisation in der Mikrowelle oder im Backofen
  • Behandlung in der Waschmaschine
  • Maske auskochen
  • Bügeln des Mundschutzes
  • Sterilisation per UV-Licht

Je nachdem, aus welchem Material der Mund-Nasen-Schutz besteht, kommen eine oder mehrere Behandlungsmaßnahmen in Frage. Welche Vorgehensweise richtig ist, erläutern wir in den folgenden Abschnitten.

Sterilisation in der Mikrowelle oder im Backofen

Durch die Wärmeentwicklung in der Mikrowelle als auch im Backofen werden sämtliche Mikroorganismen auf der Maske eliminiert. Daher eignet sich diese Variante vor allem für Masken, die nicht in die Waschmaschine gegeben werden können. Der typische Einwegschutz, den man in der Apotheke oder aber im Baumarkt erhält, kommt hier in Frage.

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Es gibt jedoch einen wichtigen Hinweis: Es dürfen keine Gesichtsmasken in die Mikrowelle gelangen, die mit einem Metallteil versehen sind. Denn dann besteht die Gefahr, dass es zu einer Funkenbildung kommt. Dies zieht nicht nur die Maske in Mitleidenschaft, sondern setzt unter Umständen auch die Mikrowelle in Brand. Gleiches gilt auch für den Backofen. Die Temperatur liegt im Regelfall bei etwa 100 Grad Celsius, doch erwärmen sich Metallteile möglicherweise stark und können somit das Material der Maske angreifen.

Behandlung in der Waschmaschine und Auskochen

Variante Hinweise
Waschmaschine Baumwollmasken und andere, wiederverwertbare Masken aus Stoff, können ohne Bedenken in der Waschmaschine mitgewaschen werden. Um die behüllten Viren zu zerstören, ist es sinnvoll, hierbei eine Temperatur von 60 Grad Celsius anzuwenden. Ein spezielles Waschmittel, welches die Masken desinfiziert, ist nicht notwendig. Im Gegenteil: Die meisten sind so reichhaltig an chemischen Substanzen, dass sie die Haut angreifen. Ein normales Vollwaschmittel genügt in der Regel völlig.
Auskochen Eine Alternative zum gewöhnlichen Waschgang ist das Auskochen der Masken. Hierzu erwärmt man etwas Wasser in einem Topf auf dem Herd und gibt dann die Maske hinein. Bei dieser Vorgehensweise ist in der Regel kein Waschmittel erforderlich, da alleine die Hitze dafür sorgt, dass die Viren zerstört werden.
eine Kombination aus Beidem Daneben gibt es noch eine Kombination aus beiden soeben geschilderten Vorgehensweisen: Hierzu nimmt man einen Eimer, in den man abgekochtes Wasser füllt. Nun legt man die Masken hinein und versieht das Wasser mit einer kleinen Menge Waschmittel. Um den Stoff im Wasser zu bewegen, nutzen Sie am besten einen alten Kochlöffel und warten ab, bis das Wasser vollständig abgekühlt ist. Nehmen Sie nun den Mundschutz heraus und spülen Sie ihn mit klarem Wasser ab. Danach muss er nur noch gut trocknen und ist wieder einsatzbereit.

Bügeln des Mundschutzes

Baumwolle ist bekannt dafür, dass man sie ohne Probleme auf hohen Temperaturen bügeln kann. Entsprechende Masken können Sie demnach auch ohne Schwierigkeiten nach dem ersten Tragen bügeln, um Viren oder andere Mikroorganismen abzutöten. Andererseits bringt es vor allem Masken mit Falzkante wieder in Form.

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Achtung: Wir empfehlen, die Masken trotzdem von Zeit zu Zeit zu waschen und sich nicht nur auf das reine Bügeln zu verlassen.

Sterilisation per UV-Licht

Diese Vorgehensweise ist vor allem für den Einwegmundschutz zu empfehlen, kann aber auch bei Baumwollmasken hilfreich sein. Die Empfehlung beinhaltet, die Masken einfach nach dem Tragen dem Sonnenlicht auszusetzen. An einem warmen Tag ist es demnach kein Problem, die Masken auf den Balkon zu hängen, oder den Terrassentisch zu legen und für ein paar Stunden zu warten. Während dieser Zeit werden die Masken dem in der Sonne enthaltenen UV-Licht ausgesetzt, welches wiederum die Viren abtötet.

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Wichtig: Legen Sie die Masken nicht zu oft in die Sonne, sondern geben Sie diese spätestens nach dem zweiten Tragen in die Waschmaschine, oder führen Sie sie der Entsorgung zu.

Wie hoch ist die Wirksamkeit der Maßnahmen?

Leider ist es so, dass keine der genannten Methoden wirklich wissenschaftlich belegt ist. Es ist trotzdem sinnvoll, seinen Mundschutz regelmäßig zu reinigen. Denn wenn wir ihn tragen, sammeln sich kleinste Organismen im Stoff, die sich ungehindert vermehren können, sofern man sie nicht vorher eliminiert.

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Die oben aufgeführten Methoden bestehen überwiegend aus dem Grundsatz, dass sich das Virus mit der Hilfe von Hitze zerstören lässt. Sie zu Waschen, wird sogar vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlen. Die genannte Temperatur von 60 Grad Celsius soll ausreichen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hingegen empfiehlt sogar eine Waschtemperatur von 90 Grad Celsius.

Außerdem gilt: Die Maske liefert keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Infektion. Stattdessen schützt sie Menschen in der unmittelbaren Umgebung, falls man selbst mit dem Virus infiziert ist, davon jedoch nichts weiß.

Umso wichtiger ist es auch, sich den Mundschutz nicht mit einer anderen Person zu teilen.

Wann ist ein Austausch erforderlich?

Regulär gilt, dass sofern man einen Defekt an der Maske feststellt, diese unbedingt ausgetauscht werden sollte. Denn sie bietet somit keinen ausreichenden Schutz mehr. Gerade bei Einwegmasken ist dieser Punkt erreicht, wenn das integrierte Metallteil den Stoff beschädigt, oder aber die Gummis ausleiern.

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Fazit

Eine Mund-Nasen-Maske weist nur dann einen ausgewogenen Schutz auf, wenn sie regelmäßig gepflegt wird. Für gewöhnlich genügt es, die Masken bei 60 oder 90 Grad Celsius in der Waschmaschine zu waschen. Bei Einwegmasken ohne Metallbügel kommt die Behandlung in der Mikrowelle, oder aber im Backofen in Frage.

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Sofern ein Defekt an der Maske vorliegt, sollte sie in jedem Fall ausgetauscht werden, da sie dann keinen optimalen Schutz mehr bietet. Hier noch einmal die Vor- und Nachteile der regelmäßigen Pflege zusammengefasst:

Masken regelmäßig reinigen – die Vor- und Nachteile

  • Man hat immer eine saubere Maske im Gesicht, was die Haut besser verkraftet.
  • Mikroorganismen, die sich in der Maske ausgebreitet haben, werden eliminiert.
  • Die Masken sind mehrfach tragbar.
  • Für Einwegmodelle gibt es zwar Möglichkeiten einer Sterilisation, doch wäre ein Austausch dieser immer empfehlenswerter.

Bildnachweise: Adobe Stock / OceanProd, Amazon / Russell Hobbs

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